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GPT-6 Sol und Luna: OpenAI halbiert die API-Preise

OpenAI hat GPT-6 Sol und Luna veröffentlicht: dauerhaft rund 50 Prozent günstiger als die Vorgänger. Preise, Benchmarks und Einordnung für Unternehmen.

Andre Loreth5 Min. Lesezeit
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Drei unterschiedlich große, in einer Reihe stehende Kapseln mit einer absteigenden Preislinie darüber, die kleinste Kapsel am günstigsten

OpenAI hat am 22. September 2026 mit GPT-6 Sol und GPT-6 Luna zwei neue Modelle veröffentlicht und dabei die API-Preise gegenüber den Vorgängern um rund die Hälfte gesenkt. Die beiden Modelle ergänzen das gut drei Wochen zuvor gestartete GPT-6 Astra zu einer dreistufigen Modellfamilie, wie VentureBeat berichtet.

Kurzfassung

  • OpenAI hat GPT-6 Sol und GPT-6 Luna veröffentlicht, mit API-Preisen rund 50 Prozent unter den Vorgängermodellen der GPT-5.6-Reihe.
  • GPT-6 Sol kostet laut OpenAI 2 US-Dollar Input und 10 US-Dollar Output je 1 Million Token, Luna 0,10 und 0,50 US-Dollar (Stand: September 2026).
  • Das betrifft jede Automatisierung, deren Kalkulation Modellkosten je Vorgang gegen die nötige Fähigkeit abwägt.

Drei Preisstufen statt einer Kostenfrage

Mit Sol und Luna hat OpenAI die GPT-6-Generation zu einer klar gestaffelten Familie ausgebaut: Astra für die anspruchsvollsten Aufgaben, Sol als Allrounder für wiederkehrende, aber nicht triviale Arbeit, Luna für hochvolumige Routinetätigkeiten. Laut den Preisangaben von OpenAI gelten für die Standard-Verarbeitung folgende Listenpreise in US-Dollar je 1 Million Token (Stand: September 2026):

PreispositionGPT-6 AstraGPT-6 SolGPT-6 Luna
Input10 USD2 USD0,10 USD
Output50 USD10 USD0,50 USD

Zum Vergleich: Der Vorgänger GPT-5.6 Sol kostete 4 US-Dollar Input und 20 US-Dollar Output, GPT-5.6 Luna 0,20 und 1,20 US-Dollar. Bei Sol hat sich der Preis damit exakt halbiert, bei Luna liegt die Ersparnis sogar leicht darüber. Einer OpenAI-Sprecherin zufolge, wie sie VentureBeat zitiert, sind das dauerhafte Preise, keine befristete Einführungsaktion. Für Aufgaben, die eine schnellere Antwort brauchen, bietet OpenAI zusätzlich einen Fast-Modus an, der laut Preisliste etwa doppelt so teuer ist wie die Standard-Verarbeitung, bei allen drei Modellen gleichermaßen.

Was die Benchmarks zeigen

Die folgenden Werte stammen aus OpenAIs eigenen Auswertungen zur Veröffentlichung, wie sie VentureBeat und eine Zusammenfassung von digitalapplied.com wiedergeben. Es sind Herstellerangaben, keine unabhängige Prüfung, und jedes Modell erreicht seinen Bestwert bei einer eigenen Reasoning-Stufe und zu unterschiedlichen Kosten je Aufgabe. Alle Werte in Prozent, außer der Fehlerquote, die niedriger besser ist.

BenchmarkLunaSolAstraGPT-5.6 Sol
AutomationBench 1.0.620,733,241,4nicht angegeben
Agents’ Last Exam50,956,459,3nicht angegeben
DeepSWE 1.1 (lange Software-Aufgaben)66,668,874,172,7
OSWorld 2.0 (Computerbedienung)52,764,473,566,2
Fehlerquote bei Fakten7,64,53,9nicht angegeben

Die Rangfolge Luna, Sol, Astra hält bei fast allen Werten. Eine Ausnahme lohnt einen zweiten Blick: Bei DeepSWE und bei OSWorld schlägt der teurere Vorgänger GPT-5.6 Sol den neuen GPT-6 Sol, trotz eines laut den Quellen deutlich höheren Preises je Aufgabe. Wer einen bestehenden Workflow mit GPT-5.6 Sol betreibt, sollte den Wechsel deshalb am eigenen Prozess testen, statt sich auf die niedrigeren Token-Preise allein zu verlassen.

Welches Modell für welche Aufgabe

Für die Prozessautomatisierung im Mittelstand ist weniger der Einzelpreis interessant als die Aufteilung nach Aufgabentyp. Ein Posteingang, der eingehende Anfragen nur in feste Kategorien sortiert, oder eine Belegverarbeitung, die Rechnungsfelder nach einem festen Schema extrahiert, ist eine hochvolumige, aber fachlich enge Aufgabe: genau das Profil, für das Luna zum Bruchteil des Preises der größeren Modelle infrage kommt. Eine Rechnungsprüfung mit Rückfragen an mehrere Systeme oder eine Klassifikation mit Begründungspflicht braucht dagegen mehr Kontextverständnis, ohne bereits an die Grenzen von Astra zu stoßen: die Domäne von Sol. Astra bleibt für Aufgaben reserviert, bei denen ein Fehler teuer wird und mehrstufiges Schlussfolgern zählt, etwa eine komplexe Vertragsprüfung.

Die relevante Rechnung ist deshalb nicht der Preis pro Token, sondern der Preis pro erledigtem Vorgang bei der geforderten Fehlerquote. Ein Modell für alle Aufgaben eines Ablaufs einzusetzen, ist meist teurer als die Aufgaben nach Schwierigkeit auf mehrere Modelle zu verteilen. Die Kriterien für diese Abwägung über mehrere Anbieter hinweg, samt Preis- und Hosting-Vergleich, haben wir im LLM Vergleich für Unternehmen zusammengestellt.

EU-Datenresidenz bleibt eingeschränkt

Für Workflows mit personenbezogenen Daten oder Mandantendaten zählt neben dem Preis, wo die Verarbeitung stattfindet. Laut OpenAIs eigener Dokumentation ist EU-Datenresidenz für GPT-6 Sol und Luna nur mit Standard-Verarbeitung verfügbar, nicht mit den erweiterten Verarbeitungsmodi. Wer auf eine vollständige EU-Abdeckung angewiesen ist, muss die konkrete Verarbeitungsart also vorher mit OpenAI klären, statt sich auf die allgemeine EU-Datenresidenz-Zusage zu verlassen. Wie sich Verarbeitungsort, Speicherung und Vertragspartner bei mehreren Anbietern sauber auseinanderhalten lassen, beschreibt der Beitrag KI und EU-Datenresidenz.

Einordnung

GPT-6 Sol und Luna verschieben die Modellwahl weg von der Frage, welches Modell insgesamt am stärksten ist, hin zur Frage, welches Modell eine konkrete Aufgabe zum niedrigsten Preis zuverlässig löst. Mit drei klar getrennten Preisstufen in derselben Generation lohnt es sich, einen bestehenden Ablauf aufzuteilen statt ihn komplett auf einem einzigen Modell laufen zu lassen. In derselben Woche hat auch Anthropic mit Claude Opus 5.5 ein deutlich günstigeres Modell veröffentlicht, die Preisbewegung an der Spitze betrifft aktuell also nicht nur einen Anbieter. Wer eine Automatisierung plant oder bereits betreibt, sollte die neuen Preise zum Anlass nehmen, den eigenen Prozess neu durchzurechnen, statt die bisherige Modellwahl unverändert fortzuschreiben.

Dieser Artikel ist mit Unterstützung künstlicher Intelligenz entstanden. Bei dem, was wir hier machen, wäre alles andere seltsam gewesen.

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Noch offene Fragen?

OpenAI hat GPT-6 Sol und GPT-6 Luna am 22. September 2026 veröffentlicht, rund drei Wochen nach dem stärkeren GPT-6 Astra. Damit hat OpenAI die neue GPT-6-Generation auf eine dreistufige Modellfamilie ausgebaut.

GPT-6 Sol kostet 2 US-Dollar je 1 Million Input-Token und 10 US-Dollar je 1 Million Output-Token, GPT-6 Luna 0,10 US-Dollar Input und 0,50 US-Dollar Output. Zum Vergleich: GPT-6 Astra kostet 10 US-Dollar Input und 50 US-Dollar Output, die Vorgängermodelle GPT-5.6 Sol und Luna lagen jeweils etwa doppelt so hoch.

Alle drei Modelle stammen aus derselben GPT-6-Generation, unterscheiden sich aber in Größe, Fähigkeit und Preis. Astra ist die leistungsstärkste, teuerste Stufe für anspruchsvolles Reasoning. Sol ist der Allrounder für wiederkehrende, aber nicht triviale Aufgaben. Luna ist die günstigste Stufe für hochvolumige Routinearbeit wie Klassifikation oder Extraktion.

Laut einer OpenAI-Sprecherin gegenüber VentureBeat handelt es sich um dauerhafte Preise, nicht um eine befristete Aktion. Das unterscheidet die Ankündigung von reinen Rabattphasen, wie sie einzelne Anbieter zum Marktstart häufiger nutzen.

EU-Datenresidenz ist für beide Modelle laut OpenAI-Dokumentation nur mit Standard-Verarbeitung möglich, nicht mit den erweiterten Verarbeitungsmodi. Für Workflows mit personenbezogenen Daten braucht es weiterhin ein freigegebenes EU-Projekt mit vertraglicher Grundlage, nicht nur die Modellwahl selbst.

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