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Claude Opus 5.5 Kosten: Preise, Benchmarks und Opus gegen Sonnet

Opus 5.5 kostet 4 US-Dollar Input und 20 Output je 1 Million Token. Preise, Benchmarks und wann sich Opus gegenüber Sonnet 5.5 lohnt. Stand Oktober 2026.

Andre LorethAktualisiert am 7 Min. Lesezeit
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Mehrere übereinandergestapelte, leicht versetzte transluzente Flächen wie eine Treppe, die oberste Stufe heller als die darunterliegenden

Claude Opus 5.5 kostet 4 US-Dollar je 1 Million Input-Token und 20 US-Dollar je 1 Million Output-Token, Stand: Oktober 2026. Anthropic hat das Modell am 22. September 2026 veröffentlicht, als erstes der 5.5-Generation, Claude Sonnet 5.5 folgte am 28. September, Claude Haiku 5.5 am 7. Oktober. Es war die erste Veröffentlichung, seit Anthropic öffentlich dafür plädiert hat, das Tempo an der Frontier zu drosseln, also bei den leistungsstärksten verfügbaren Modellen.

Kurzfassung

  • Claude Opus 5.5 kostet 4 US-Dollar Input und 20 US-Dollar Output je 1 Million Token, laut Anthropic rund 40 Prozent weniger als Opus 5 auf typischen Aufgaben (Stand: Oktober 2026).
  • Sonnet 5.5 kostet mit 2 und 10 US-Dollar die Hälfte, Opus 5.5 liegt laut Anthropic auf vier von fünf verglichenen Benchmarks vorn.
  • Das betrifft Unternehmen, die für einen Ablauf zwischen Opus 5.5 und Sonnet 5.5 wählen und dafür die Kosten je gelöster Aufgabe vergleichen.

Was ist Claude Opus 5.5?

Claude Opus 5.5 ist Anthropics neues Frontier-Modell, also ein Modell aus der leistungsstärksten Klasse, die ein Anbieter gerade im Angebot hat. In der API läuft es unter der Modell-ID claude-opus-5-5. Es löst Opus 5 ab und steht in der Modellreihe unter dem größeren Fable 5.1. Auf den meisten Aufgaben erreicht Opus 5.5 laut Anthropic trotzdem das Niveau von Fable 5.1, kostet aber mit 4 statt 10 US-Dollar Input und 20 statt 50 US-Dollar Output deutlich weniger.

Technisch bringt Opus 5.5 ein Kontextfenster von 1 Million Token und eine maximale Ausgabelänge von 128.000 Token mit, die Ausgabegeschwindigkeit liegt laut Anthropic mehr als 30 Prozent über der von Opus 5. Eine Änderung betrifft jedes Setup, das bislang auf schnelle, thinking-freie Antworten gebaut war: Das Thinking, also die Denkphase, in der das Modell vor der Antwort Zwischenschritte durchrechnet, lässt sich bei Opus 5.5 nicht mehr abschalten. Das kostet Token, weil jede Antwort mit einer Denkphase beginnt.

Anthropic nennt außerdem den bislang besten Wert des Modells im eigenen automatisierten Verhaltensaudit und eine verbesserte Widerstandsfähigkeit gegen Prompt Injection. Vor der Veröffentlichung hat Anthropic Opus 5.5 laut eigener Angabe von externen Prüfstellen testen lassen, darunter METR.

Opus 5.5 Kosten: API-Preise

Stand: Oktober 2026 gelten für Claude Opus 5.5 laut Anthropics Preisseite folgende API-Listenpreise in US-Dollar je 1 Million Token, mit dem Vorgänger Opus 5 zum Vergleich:

PreispositionOpus 5.5Opus 5
Input4 USD5 USD
Output20 USD25 USD
Cache-Reads0,20 USD0,50 USD
Cache-Writes5 USD6,25 USD

Im Fast-Modus, der laut Anthropic bis zu 2,5-mal schneller antwortet, liegen die Preise bei 8 US-Dollar Input und 40 US-Dollar Output. Die Batch-Verarbeitung kostet die Hälfte. Über alle Preispositionen hinweg ist Opus 5.5 günstiger als Opus 5, bei typischen Workloads beziffert Anthropic die Ersparnis mit rund 40 Prozent. Regionale Endpunkte bei AWS Bedrock und Google Cloud kosten laut Anthropic etwa 10 Prozent Aufschlag gegenüber den globalen.

Verfügbar ist das Modell in den Claude-Apps auf den Stufen Pro, Max, Team und Enterprise, über die Claude API sowie über AWS Bedrock, Google Cloud Vertex AI und Microsoft Azure Foundry. Die Gewichte bleiben geschlossen, ein Eigenbetrieb ist nicht möglich.

Opus 5.5 vs. Sonnet 5.5: Was lohnt sich?

Claude Sonnet 5.5 kostet 2 US-Dollar Input und 10 US-Dollar Output, also die Hälfte von Opus 5.5. Anthropic empfiehlt Opus 5.5 in der Modellübersicht als Startpunkt für die meisten Lasten und beschreibt Sonnet 5.5 als beste Kombination aus Tempo und Fähigkeit. Wie nah beide beieinanderliegen, zeigen Anthropics eigene Release-Angaben, die wir im Beitrag zu Claude Sonnet 5.5 im Detail einordnen. Es sind Herstellerangaben, keine unabhängige Prüfung.

Benchmark (Werte in Prozent)Opus 5.5Sonnet 5.5
Terminal-Bench 4.066,470,6
OSWorld (Computerbedienung)81,880,1
CursorBench 4.057,855,5
Humanity’s Last Exam (mit Tools)67,764,5
FrontierCode 1.154,446,2

Opus 5.5 liegt auf vier der fünf Benchmarks vorn, bei Terminal-Bench 4.0 führt Sonnet 5.5. Der Abstand ist meist klein, nur bei FrontierCode beträgt er mehr als acht Punkte. Die Modellwahl hängt deshalb weniger am Preis pro Token als an den Kosten pro erledigter Aufgabe: Ein günstigeres Modell, das einen Ablauf nicht zuverlässig löst und Nacharbeit erzeugt, ist am Ende teurer. Für klar umrissene Routineaufgaben wie Klassifikation, Extraktion aus Rechnungen oder strukturierte Antworten reicht Sonnet 5.5 bei der Hälfte des Preises meist aus. Opus 5.5 kommt in Frage, wenn ein Fehler teuer wird oder eine Aufgabe viele Zwischenschritte braucht, etwa eine komplexe Vertragsprüfung. Ein Ablauf lässt sich auch teilen: Routine bei Sonnet 5.5, die wenigen kritischen Schritte bei Opus 5.5. Welche Stufe reicht, zeigt erst ein Test am eigenen Prozess. Die Kriterien dafür samt Preis- und Hosting-Vergleich über mehrere Anbieter stehen im LLM-Vergleich für Unternehmen.

Für den Betrieb gilt: Das Thinking, also die Denkphase vor der Antwort, lässt sich bei Opus 5.5 nicht abschalten und kostet Token. Update vom 8. Oktober 2026: Mit Claude Haiku 5.5 ist am 7. Oktober 2026 auch das kleinste Modell der Generation erschienen.

Benchmarks: Wo Opus 5.5 vorne liegt und wo nicht

Die folgenden Zahlen stammen aus Anthropics Release-Angaben. Es sind Messungen des Herstellers, keine unabhängige Prüfung. Werte in Prozent, außer bei GDPval-AA.

BenchmarkOpus 5.5Fable 5.1Opus 5GPT-6 Astra
Terminal-Bench 4.0 (Coding im Terminal)66,455,852,357,9
FrontierCode v1.154,450,348,053,3
GDPval-AA v2.1 (Elo, Wissensarbeit)1846173517081542
OSWorld 2.0 (Computerbedienung)81,880,774,0nicht angegeben
AutomationBench40,031,426,941,4
Humanity’s Last Exam (mit Tools)67,765,663,657,2
Terminal-Bench-Science58,752,629,064,6

Auf den meisten Benchmarks liegt Opus 5.5 vorne, sowohl gegenüber dem eigenen Vorgänger Opus 5 als auch gegenüber GPT-6 Astra. Das gilt aber nicht durchgehend: Bei AutomationBench und bei Terminal-Bench-Science liegt GPT-6 Astra klar vorne. AutomationBench misst genau die Art mehrstufiger Automatisierung, um die es in vielen Unternehmensprojekten geht. Wer einen solchen Workflow plant, sollte beide Modelle am eigenen Prozess testen, statt sich auf den Gesamteindruck oder auf geleakte Zahlen zu Gemini 4 zu verlassen.

Was das für Automatisierung im Unternehmen heißt

Für KI-Agenten und Prozessautomatisierung sind an Opus 5.5 vor allem drei Punkte relevant. Erstens die Fähigkeit zu langlaufenden Agentenaufgaben: Anthropic nennt als Kundenbeispiel Quantium, wo eine komplexe Aufgabe von 38 Prompts über vier Tage auf 11 Prompts über drei Stunden gesunken sein soll, sowie die Prüfung einer 200.000 Zeilen umfassenden Codebasis in unter drei Stunden statt über 20 Stunden mit Opus 5. Beim Startup Lovable soll Opus 5.5 laut Anthropic ein Drittel bis die Hälfte weniger Schritte für vergleichbare Aufgaben brauchen. Das sind Herstellerangaben, keine unabhängig geprüften Zahlen, aber sie zeigen die Richtung: weniger Zwischenschritte, weniger manuelles Nachsteuern bei mehrstufigen Agentenaufgaben.

Zweitens das dauerhaft aktive Thinking. Für Automatisierungsstrecken mit engem Token-Budget bedeutet das eine Neukalkulation, weil jede Antwort einen Denkanteil enthält, den es bei früheren Modellen mit abschaltbarem Thinking nicht gab. Bei der Kalkulation eines KI-Agenten für einen Prozess im Tagesgeschäft gehört das jetzt fest in die Budgetplanung, ebenso wie die Frage, wo genau die Grenzen eines solchen Agenten liegen. Dazu mehr in Grenzen eines KI-Agenten technisch ziehen.

Drittens die Frage der Datenverarbeitung. Direkt über die Anthropic-API gibt es weiterhin keine eigene EU-Region. Eine garantierte EU-Verarbeitung gibt es über AWS Bedrock oder Google Cloud Vertex AI mit regionalem Endpunkt. Eine Option für Zero Data Retention ist verfügbar. Neu ist außerdem eine Wasserzeichenkennung der Ausgaben, mit der Anthropic auf die Kennzeichnungsanforderungen des europäischen KI-Regelwerks reagiert. Welche Pfade für welche Datenklasse infrage kommen, ordnet der Beitrag KI und EU-Datenresidenz ein, und wie schnell sich Datenschutz-Zusagen bei einem einzelnen Anbieter verschieben können, zeigt der Fall Claude in Microsoft Copilot.

Wer bereits einen Agenten mit Opus 5 betreibt, kann den Wechsel meist mit einer neuen Modell-ID erledigen. Vorher lohnt sich ein Testlauf am echten Prozess: Die niedrigeren Token-Preise und die Denkphase, die immer mitläuft, verschieben die Kosten in entgegengesetzte Richtungen.

Dieser Artikel ist mit Unterstützung künstlicher Intelligenz entstanden. Bei dem, was wir hier machen, wäre alles andere seltsam gewesen.

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Anthropic hat Claude Opus 5.5 am 22. September 2026 veröffentlicht, mit der API-Modell-ID claude-opus-5-5. Es war das erste Modell der 5.5-Generation, Claude Sonnet 5.5 folgte am 28. September und Claude Haiku 5.5 am 7. Oktober 2026.

Über die API kostet Claude Opus 5.5 4 US-Dollar je 1 Million Input-Token und 20 US-Dollar je 1 Million Output-Token, Cache-Reads 0,20 US-Dollar und Cache-Writes 5 US-Dollar. Das ist der doppelte Preis von Claude Sonnet 5.5 (2 und 10 US-Dollar) und 20 Prozent unter Opus 5 (5 und 25 US-Dollar), Stand: Oktober 2026. Im schnellen Fast-Modus liegt Opus 5.5 bei 8 US-Dollar Input und 40 US-Dollar Output, dafür bis zu 2,5-mal schneller.

Opus 5.5 kostet laut Anthropic auf typischen Workloads rund 40 Prozent weniger als Opus 5 und generiert Ausgaben über 30 Prozent schneller und erreicht laut Anthropic auf den meisten Aufgaben das Niveau von Claude Fable 5.1, also mehr als Opus 5. Anders als bisherige Claude-Modelle lässt sich das Thinking bei Opus 5.5 nicht mehr abschalten.

Direkt über die Anthropic-API gibt es keine eigene EU-Region, das gilt für Opus 5.5 genauso wie für die Vorgängermodelle. Eine garantierte EU-Verarbeitung gibt es über AWS Bedrock oder Google Cloud Vertex AI mit regionalem Endpunkt.

Opus 5.5 kostet doppelt so viel wie Sonnet 5.5, liegt laut Anthropic aber auf vier von fünf verglichenen Benchmarks vorn, bei Terminal-Bench 4.0 dagegen dahinter. Für Routineabläufe reicht meist Sonnet 5.5, Opus 5.5 lohnt bei teuren Fehlern und mehrstufigen Aufgaben. Ein Test am eigenen Ablauf entscheidet.

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