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Langdock Alternative: Wann sich eine eigene KI-Plattform lohnt

Langdock, Logicc oder DeutschlandGPT gegen eine eigene KI-Plattform auf eigenem Gateway: Preise, Grenzen und wann welcher Weg sich rechnet.

Andre Loreth6 Min. Lesezeit
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Langdock Alternative: Sitzlizenz-Plattform gegen eigene KI-Plattform im Vergleich

Wer eine Langdock Alternative sucht, landet meist bei einer weiteren Sitzlizenz-Plattform: Logicc, DeutschlandGPT oder meinGPT bündeln dieselben Sprachmodelle in einer eigenen Oberfläche und verlangen dafür einen monatlichen Preis pro Nutzer. Die zweite, seltener genannte Option bleibt dabei meist außen vor: eine eigene KI-Plattform auf einem selbst betriebenen Modell-Gateway.

Beide Wege lösen dasselbe Grundproblem: einen DSGVO-konformen Zugang zu mehreren Sprachmodellen statt Schatten-KI über private ChatGPT-Konten. Sie unterscheiden sich bei Kontrolle, Integrationstiefe und der Kostenkurve, wenn die Nutzerzahl wächst.

Kurzfassung

  • Langdock, Logicc, DeutschlandGPT und meinGPT verkaufen Sitzlizenzen zwischen 18 und 30 Euro pro Nutzer und Monat im Einstiegstarif, Stand September 2026.
  • Eine eigene Plattform aus einer Open-Source-Oberfläche wie LibreChat oder Open WebUI, einem Modell-Gateway und dem eigenen Identitätsanbieter läuft in eigener EU-Infrastruktur oder On-Premise.
  • Das betrifft vor allem Unternehmen mit vielen Nutzern, Integrationsbedarf in bestehende Systeme oder Automatisierungen jenseits des reinen Chats.

Was Sitzlizenz-Plattformen wie Langdock leisten

Langdock, Logicc, DeutschlandGPT und meinGPT lösen dasselbe Problem auf ähnliche Weise: eine Oberfläche, die mehrere Sprachmodelle bündelt, dazu Team-Verwaltung, geteilte Assistenten und ein Mindestmaß an Governance. Bezahlt wird pro Nutzerkonto, die Modelle laufen in der Infrastruktur des Anbieters, nicht in einer eigenen Umgebung.

Der Vorteil liegt im Tempo. Ein Unternehmen richtet ein Konto ein, lädt Nutzer ein, und der Zugriff auf GPT, Claude, Gemini und weitere Modelle steht in wenigen Tagen, mit vertraglich geregeltem Datenschutz statt privater ChatGPT-Zugänge auf dem eigenen Gerät. Für ein Unternehmen mit überschaubarer Nutzerzahl und ohne tiefen Integrationsbedarf ist das meist die schnellere und günstigere Antwort als der Aufbau einer eigenen Plattform.

Preisvergleich: Langdock, Logicc, DeutschlandGPT

Stand: September 2026. Die folgenden Preise sind Listenpreise laut den eigenen Preisseiten der Anbieter, jeweils der günstigste bezahlte Einstiegstarif pro Nutzer und Monat, ohne Rabatte für Jahreszahlung, sofern nicht angegeben.

AnbieterEinstiegstarifPreis pro Nutzer und MonatNächste Stufe
LangdockBusiness, Standard-Sitz25 EuroBusiness Max 99 Euro (fünffaches Nutzungsvolumen), ab 1.000 Nutzern Enterprise mit individuellem Preis
LogiccBusiness29,90 EuroSecure+ 49,90 Euro, Max 89,90 Euro, ab 10.000 Nutzern Enterprise mit individuellem Preis
DeutschlandGPTBusiness20 Euro bei Jahreszahlung, 24 Euro bei MonatszahlungEnterprise mit individuellem Preis
meinGPTLizenz, gestaffelt nach Nutzerzahl18 Euro für die ersten 50 Nutzersinkt stufenweise bis 5,40 Euro ab 501 Nutzern, Modellnutzung als separates Budget

Alle vier Preise gelten zuzüglich Mehrwertsteuer. Was in den Preisen nicht steckt, ist bei jedem Anbieter unterschiedlich geregelt: Langdock trennt Governance-Funktionen und die Automatisierung von Abläufen in eigene Add-on-Pakete, Logicc verkauft Verschwiegenheitsvereinbarungen für reglementierte Berufe als eigene Stufe, meinGPT rechnet das Modellbudget getrennt von der Nutzerlizenz ab. Vor Vertragsschluss lohnt sich deshalb der Blick auf die konkrete Konfiguration, nicht nur auf den Einstiegspreis.

Wo Sitzlizenzen an ihre Grenzen stoßen

Der Sitzpreis ist linear: Jeder zusätzliche Nutzer kostet denselben Betrag, unabhängig davon, wie viel er das Werkzeug tatsächlich nutzt. Bei 20 Beschäftigten summiert sich das kaum, bei 200 wird die Lizenzsumme schnell zu einer Größenordnung, die eine eigene Infrastruktur wirtschaftlich macht.

Der zweite Engpass liegt bei der Integrationstiefe. Sitzlizenz-Plattformen bieten Konnektoren zu gängigen Systemen wie SharePoint oder Google Drive, bleiben dabei aber auf Chat- und Assistenten-Anwendungsfälle ausgelegt. Ein Ablauf, der ein Modell automatisch in einen bestehenden CRM- oder Dokumentenprozess einbindet, ohne dass jemand die Chat-Oberfläche öffnet, liegt außerhalb dessen, wofür diese Plattformen gebaut sind.

Der dritte Punkt betrifft Datenresidenz und Betriebsmodell. Alle vier genannten Anbieter hosten in Deutschland oder der EU und schließen einen Auftragsverarbeitungsvertrag, die Verarbeitung liegt aber immer in der Multi-Tenant-Infrastruktur des Anbieters. Für Unternehmen mit berufsrechtlichen Anforderungen oder dem Wunsch nach vollständiger Kontrolle über Protokolle und Speicherort bleibt das eine vertragliche Zusicherung, keine technische Trennung.

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Die Alternative: eigene Plattform auf eigenem Gateway

Statt eine Sitzlizenz bei einem Anbieter zu kaufen, lässt sich dieselbe Grundfunktion, Chat-Zugriff auf mehrere Sprachmodelle mit Nutzerverwaltung, auch selbst betreiben. Drei Bausteine bilden diese eigene Plattform:

Die Oberfläche. Open-Source-Projekte wie LibreChat oder Open WebUI liefern die Chat-Oberfläche, Assistenten, Dateiablage und Nutzerverwaltung, die bei Langdock oder Logicc Teil des Produkts sind. LibreChat läuft unter der MIT-Lizenz vollständig frei, auch für White-Labeling. Open WebUI stand bis Version 0.6.5 unter der freizügigen BSD-3-Lizenz; seit April 2026 gilt für neuere Versionen eine eigene Lizenz mit einer Markenklausel, die bei mehr als 50 Nutzern im Monat eine sichtbare “Open WebUI”-Kennzeichnung verlangt, sofern kein Enterprise-Vertrag vorliegt. Wer das nicht will, bleibt auf dem letzten BSD-Stand oder setzt auf LibreChat.

Das Modell-Gateway. Zwischen Oberfläche und Sprachmodellen sitzt ein Gateway, das Anfragen an OpenAI, Anthropic, Google oder ein selbst betriebenes Open-Weight-Modell weiterleitet, Kosten pro Team erfasst und einen einheitlichen Zugang zu mehreren Modellanbietern herstellt. Das ist derselbe Baustein, den auch Sitzlizenz-Plattformen intern einsetzen, hier läuft er aber unter eigener Kontrolle.

Der eigene Identitätsanbieter. Anmeldung und Rechteverwaltung laufen über das Identitätssystem, das ein Unternehmen ohnehin betreibt, etwa Microsoft Entra ID oder Okta, statt über ein separates Nutzerverzeichnis beim Plattformanbieter. Neue Mitarbeitende bekommen Zugriff automatisch über die bestehende Gruppenzuordnung, ausscheidende verlieren ihn genauso.

Betrieben wird diese Kombination in einer eigenen EU-Cloud-Umgebung oder On-Premise, je nach Datenklasse und vorhandener Infrastruktur. Welches der drei Betriebsmodelle, verwaltete Private Cloud, hybrid oder On-Premise, im Einzelfall passt, ordnet der Beitrag Private KI-Infrastruktur für Unternehmen ein.

Wann sich die eigene Plattform rechnet

Die Rechnung kippt zugunsten der eigenen Plattform bei einer Kombination aus mehreren Faktoren, selten bei einem allein.

Nutzerzahl. Ab einigen hundert aktiven Nutzern übersteigt die Summe der Sitzlizenzen die laufenden Kosten für Infrastruktur und Betrieb einer eigenen Plattform. Wo genau die Linie verläuft, hängt vom gewählten Betriebsmodell und vom internen Betriebsaufwand ab, eine pauschale Nutzerzahl gibt es nicht.

Integrationstiefe. Soll das Modell nicht nur in einem Chat-Fenster antworten, sondern automatisch Rechnungen aus dem Posteingang klassifizieren, CRM-Einträge anlegen oder Berichte aus mehreren Quellsystemen zusammenstellen, braucht es einen Ablauf, der über das API des Gateways läuft, statt über eine Chat-Oberfläche. Sitzlizenz-Plattformen decken das allenfalls über eng begrenzte Add-ons für einzelne Abläufe ab.

Datenresidenz und Kontrolle. Wer Protokolle, Speicherort und Zugriffspfade lückenlos selbst dokumentieren muss, etwa wegen berufsrechtlicher Anforderungen, bekommt das mit einer eigenen Plattform strukturell, nicht nur vertraglich zugesichert.

Fehlt eine dieser drei Voraussetzungen, kippt die Rechnung meist zurück zur Sitzlizenz: Der Aufbau- und Betriebsaufwand einer eigenen Plattform lohnt sich nicht für 15 Nutzer, die nur gelegentlich eine E-Mail zusammenfassen lassen. Welche Modelle sich für welchen Ablauf eignen, unabhängig vom gewählten Weg, ordnet der LLM-Vergleich für Unternehmen ein.

Fazit: zwei Wege, zwei Ausgangslagen

Eine Sitzlizenz bei Langdock, Logicc, DeutschlandGPT oder meinGPT ist die richtige Wahl, wenn wenige bis mittlere Nutzerzahlen, ein überschaubarer Integrationsbedarf und ein schneller, vertraglich abgesicherter Einstieg zählen. Der Preis pro Nutzer ist dafür der angemessene Tausch gegen Tempo und Wartungsfreiheit.

Eine eigene Plattform auf eigenem Gateway rechnet sich, sobald viele Nutzer, tiefe Integrationen in bestehende Systeme oder Automatisierungen jenseits des Chats zusammenkommen. Dann verschiebt sich der Aufwand von einer monatlichen Lizenzsumme zu einem einmaligen Aufbau und einem laufenden, aber planbaren Betrieb.

Dieser Artikel ist mit Unterstützung künstlicher Intelligenz entstanden. Bei dem, was wir hier machen, wäre alles andere seltsam gewesen.

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Langdock ist eine Multi-Modell-Oberfläche, ChatGPT ein einzelnes Produkt eines einzelnen Anbieters. Langdock bündelt mehrere Sprachmodelle von OpenAI, Anthropic, Google und weiteren Anbietern hinter einer Oberfläche mit Team-Verwaltung, Assistenten und Governance-Funktionen für Unternehmen, während ChatGPT ausschließlich OpenAI-Modelle bereitstellt. Beide sind Sitzlizenzmodelle: Der Zugriff läuft über bezahlte Nutzerkonten bei einem externen Anbieter, nicht über eine selbst betriebene Infrastruktur.

Der Business-Tarif kostet 25 Euro pro Nutzer und Monat für einen Standard-Sitz, laut Langdocks eigener Preisseite, Stand September 2026. Ein Business-Max-Sitz mit dem fünffachen Nutzungsvolumen kostet 99 Euro. Ab 1.000 Nutzern wechselt Langdock in den Enterprise-Tarif mit individueller Preisgestaltung, zusätzliche Governance- und Ablauf-Funktionen werden separat abgerechnet.

Logicc startet mit 29,90 Euro pro Nutzer und Monat etwas teurer als Langdocks Standard-Sitz und staffelt danach über Secure+ und Max bis zur individuellen Enterprise-Stufe ab 10.000 Nutzern. Der inhaltliche Unterschied liegt in den Zusatzstufen: Logicc verkauft Verschwiegenheitsvereinbarungen für reglementierte Berufe als eigene Stufe, Langdock trennt stattdessen Chat-Zugang, die Automatisierung von Abläufen und Governance in separate Add-on-Pakete.

Eine eigene Plattform rechnet sich, sobald viele Nutzer, tiefe Integrationen in bestehende Systeme oder Automatisierungen jenseits des reinen Chats zusammenkommen, weil dann die laufenden Sitzkosten schneller wachsen als die Betriebskosten einer eigenen Umgebung. Bei wenigen Nutzern, geringem Integrationsbedarf oder wenn schnell ein DSGVO-konformer Einstieg zählt, ist eine Sitzlizenz meist die schnellere und günstigere Wahl.

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