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UiPath KI: Was Autopilot und Agents wirklich kosten

UiPath bündelt KI in Autopilot und Agents. Nur der Basic-Tarif hat einen festen Preis, für echte Agentic Automation braucht es ein Vertriebsgespräch.

Andre Loreth6 Min. Lesezeit
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UiPath KI im Vergleich zu eigener Prozessautomatisierung

UiPath bündelt seine KI in zwei Bausteinen: Autopilot als assistive KI für Studio, Testing und Betrieb, und Agents für eigenständig laufende Automatisierung. Einen festen Preis nennt UiPath laut eigener Preisseite nur für den kleinsten Tarif, für alles darüber ist ein Vertriebsgespräch nötig, mit Folgen für Unternehmen, die UiPath KI vorab kalkulieren wollen.

Kurzfassung

  • UiPath bündelt KI in Autopilot, einer assistiven KI für Studio und Betrieb, und in Agents, eigenständig laufenden Automatisierungen.
  • Laut UiPaths eigener Preisseite hat nur der Basic-Tarif für 25 US-Dollar pro Monat einen festen Preis, Standard und Enterprise mit unbegrenzten Agentenaufrufen nennt UiPath nur auf Anfrage.
  • Das betrifft Unternehmen, die UiPath KI prüfen und vor einer Kaufentscheidung eine belastbare Preisangabe brauchen.

Was einen KI-Baustein grundsätzlich von einer festen Automatisierungsregel unterscheidet, erklärt der Beitrag KI-Automatisierung erklärt. Autopilot und Agents folgen diesem Muster nur teilweise: Autopilot ersetzt einen Schritt, an dem bisher ein Mensch Workflows beschrieben oder Fehler gesucht hat, Agents übernehmen dagegen ganze Abläufe eigenständig, nicht nur einen einzelnen Schritt.

Autopilot: assistive KI für Studio, Testing und Betrieb

Autopilot ist laut UiPaths eigener Produktseite eine in die Plattform eingebaute assistive KI, die Teams beim Bauen, Betreiben und bei der Fehlersuche von Automatisierungen unterstützt. Sie erzeugt Workflows, Ausdrücke und API-Aufrufe in Studio aus Beschreibungen in natürlicher Sprache, entwirft System- und Nutzer-Prompts samt Ein- und Ausgabeschemata für Agents, fasst Geschäftsanforderungen in BPMN-Entwürfe, generiert Tests aus Anforderungen und wertet deren Ergebnisse aus. Im Betrieb überwacht Autopilot Warteschlangen und Zeitpläne, meldet Ausfälle früh und hilft, Störungen in natürlicher Sprache einzuordnen.

Welches Sprachmodell hinter Autopilot steht, legt laut UiPath nicht UiPath selbst fest: Unterstützt werden GPT, Gemini, Claude oder andere kompatible Modelle, Administratoren bestimmen zugelassene Werkzeuge und Richtliniendateien, jede Aktion läuft protokolliert über die UiPath AI Trust Layer. Autopilot ist laut eigener Preisseite in den Nutzerlizenzen enthalten, mit einem monatlichen Nutzungslimit, ein separater Kauf ist nicht nötig.

Agents und Agentic Automation: nur ab Standard ohne Limit

Agents bezeichnet UiPath als eigenständig laufende Automatisierungen, die Autopilot beim Entwurf unterstützt. Wie viele Agentenaufrufe ein Tarif erlaubt, unterscheidet sich laut UiPaths eigener Preisseite deutlich: Im Basic-Tarif sind Agentenaufrufe begrenzt, in Standard und Enterprise unbegrenzt. Genau diese beiden Tarife mit unbegrenzten Agentenaufrufen nennt UiPath aber nicht öffentlich im Preis, sie sind ausschließlich über den Vertrieb erhältlich.

Basic-Tarif ist im Umbau

Document Understanding und Generative Extraction: zwei Engines für unterschiedliche Dokumente

UiPath trennt die Dokumentenverarbeitung laut eigener Produktseite in zwei Engines innerhalb von IXP, der eigenen Plattform für Dokumenten- und Kommunikationsdaten. Document Understanding extrahiert Daten aus strukturierten und halbstrukturierten Dokumenten wie Rechnungen und Formularen, Generative Extraction übernimmt unstrukturierte Inhalte wie Verträge und Berichte. Laut UiPath wählt IXP für jeden Dokumenttyp automatisch das passende Modell, ein konkreter Modellname lässt sich dafür nicht einsehen oder festlegen. Dokumenten- und Kommunikationsextraktion zählt laut Preisseite zu den Funktionen, die erst ab dem Standard-Tarif enthalten sind.

Preise: UiPath-Tarife, Stand Oktober 2026

Stand: Oktober 2026, Angaben laut UiPaths eigener Preisseite in US-Dollar.

TarifPreisKI-Umfang
Community0 US-DollarStudio, SDK-Zugriff, Community-Forum, kein produktiver Einsatz
Basicab 25 US-Dollar pro MonatBegrenzter Umfang, begrenzte Agentenaufrufe, europäisches Hosting
Standardnur auf AnfrageUnbegrenzte Agentenaufrufe, Dokumenten- und Kommunikationsextraktion, eigener Identitätsanbieter
Enterprisenur auf AnfrageZusätzlich eigenes Modell, eigene Verschlüsselung, eigener Credential-Tresor, eigene CI/CD-Pipeline

Nutzer- und Roboterlizenzen verkauft UiPath laut eigener Seite zusätzlich und getrennt von den Tarifen, auch dafür nennt die Preisseite keine festen Beträge. Wer heute kalkulieren will, kommt damit über den Basic-Tarif hinaus nicht ohne ein Gespräch mit dem Vertrieb aus, ein Unterschied zu Wettbewerbern mit durchgehend veröffentlichten Preisstufen.

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UiPath und die DSGVO

UiPath wendet die DSGVO laut eigener Dokumentation unternehmensweit auf alle Produkte an und bildet sie in seinen konzerninternen Vereinbarungen ab. Bei Cloud-Produkten agiert UiPath als Auftragsverarbeiter, das Unternehmen bleibt Verantwortlicher; eine vollständig selbst betriebene Variante der Plattform steht laut UiPath ebenfalls zur Verfügung, bei der keine Daten die eigene Umgebung verlassen. Für europäische Mandanten verarbeitet UiPath Daten laut eigener Dokumentation in europäischen Rechenzentren, einzelne KI-Funktionen können Daten aber vorübergehend in eine Region mit verfügbarem Modell weiterleiten, ohne sie dort zu speichern. Eine Ausnahme nennt UiPath selbst: Authentifizierungsdaten über den Anmeldedienst Auth0 werden standardmäßig in der EU verarbeitet, lassen sich bei Bedarf aber über eine eigene Single-Sign-On-Konfiguration umleiten.

Wo UiPath KI an Grenzen kommt

Zwei Punkte bleiben unabhängig vom gebuchten Tarif bestehen. Erstens bleibt der einzige veröffentlichte Preis auf den eng begrenzten Basic-Tarif beschränkt, jede belastbare Kalkulation für echte Agentic Automation oder Dokumentenextraktion braucht ein Vertriebsgespräch, ohne das sich der tatsächliche Preis für den eigenen Durchsatz vorab nicht abschätzen lässt. Zweitens positioniert sich UiPath selbst als umfassende Enterprise-Automatisierungsplattform mit Process Mining, Low-Code-Entwicklung und Roboterbetrieb aus einer Hand, was für ein kleineres Unternehmen mit wenigen, klar umrissenen Abläufen schnell mehr Plattform bedeutet, als der eigene Bedarf verlangt.

Den grundsätzlichen Unterschied zwischen RPA und KI-Prozessautomatisierung, unabhängig vom konkreten Werkzeug, erklärt der Leitfaden zur KI-Prozessautomatisierung. Was eine private KI-Infrastruktur an Modellwahl und Datenstandort unter eigener Kontrolle zusätzlich bietet, ordnet der Beitrag dazu ein. Wie ein Auftragsverarbeitungsvertrag für KI-Anbieter grundsätzlich geprüft wird, unabhängig vom konkreten Anbieter, beschreibt der Beitrag Auftragsverarbeitungsvertrag für KI-Anbieter im Detail.

UiPath KI gegen eigene Prozessautomatisierung

KriteriumUiPath KI (Autopilot + Agents)Eigene Prozessautomatisierung
Veröffentlichter PreisNur für Basic, 25 US-Dollar pro MonatKein UiPath-Tarif, eigenes Projekt
AgentenaufrufeBegrenzt in Basic, unbegrenzt nur ab Standard auf AnfrageKeine tarifgebundene Obergrenze
DokumentenextraktionErst ab Standard enthaltenVon Anfang an selbst festgelegt
Modellwahl und DatenstandortWählbar über Autopilot, Region laut MandanteneinstellungSelbst festgelegt, inklusive Datenstandort
PlattformumfangUmfassende Enterprise-Plattform mit Process Mining und RoboterbetriebZugeschnitten auf den konkreten Ablauf

Verdict: Wann UiPath KI reicht

UiPath KI reicht für Unternehmen, die bereits eine umfassende RPA- und Automatisierungsplattform betreiben oder planen, deren Volumen ein Vertriebsgespräch für Standard oder Enterprise rechtfertigt, und die von Process Mining bis Roboterbetrieb eine einzelne Plattform bevorzugen. Für diesen Einsatzbereich ist die Tiefe der Plattform ein echter Vorteil gegenüber kleineren No-Code-Werkzeugen.

Eine eigene Ergänzung lohnt sich, sobald der Basic-Tarif nicht reicht, aber ein offener Preis vor der Entscheidung wichtiger ist als die Vertriebsschiene, sobald das eigene Volumen eine Enterprise-RPA-Plattform überdimensioniert, oder sobald Modellwahl und Datenstandort vertraglich präzise festgelegt werden müssen. In diesen Fällen bestimmt sonst nicht der eigene Prozess das Vorgehen, sondern der Umfang des Tarifs, den ein Vertriebsgespräch am Ende ergibt.

Was jetzt zu tun ist

Prüf zuerst, ob dein tatsächlicher Durchsatz an Agentenaufrufen und Dokumenten innerhalb des Basic-Tarifs bleibt, bevor ein Vertriebsgespräch für Standard oder Enterprise überhaupt nötig wird. Kläre danach, ob deine Daten innerhalb der EU verbleiben müssen, welche Autopilot- und Agent-Funktionen dafür infrage kommen, und ob der Auftragsverarbeitungsvertrag mit UiPath die konkret genutzten KI-Funktionen ausdrücklich mit abdeckt, bevor echte Geschäftsdaten durchlaufen.

Dieser Artikel ist mit Unterstützung künstlicher Intelligenz entstanden. Bei dem, was wir hier machen, wäre alles andere seltsam gewesen.

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Noch offene Fragen?

Autopilot ist laut UiPath eine assistive KI innerhalb der UiPath-Plattform, die beim Bau, Betrieb und der Fehlersuche von Automatisierungen hilft, etwa durch das Erzeugen von Workflows aus Beschreibungen in natürlicher Sprache. Sie ist von den eigenständig laufenden Agents zu unterscheiden, die Autopilot beim Entwurf unterstützt.

Stand Oktober 2026 nennt UiPath auf seiner eigenen Preisseite nur für den Basic-Tarif einen festen Preis von 25 US-Dollar pro Monat, mit begrenztem Umfang und begrenzten Agentenaufrufen. Die Tarife Standard und Enterprise, die unbegrenzte Agentenaufrufe sowie Dokumenten- und Kommunikationsextraktion enthalten, nennt UiPath nur auf Anfrage über den Vertrieb.

Document Understanding extrahiert laut UiPath Daten aus strukturierten und halbstrukturierten Dokumenten wie Rechnungen und Formularen, Generative Extraction übernimmt unstrukturierte Inhalte wie Verträge und Berichte. Beide sind Teil von UiPath IXP, das laut eigener Angabe je Dokumenttyp automatisch das passende Modell wählt.

Für europäische Mandanten verarbeitet UiPath Daten laut eigener Dokumentation in europäischen Rechenzentren, wobei einzelne KI-Funktionen Daten vorübergehend in eine Region mit verfügbarem Modell weiterleiten können, ohne sie dort zu speichern. Wer die Daten vollständig selbst kontrollieren will, kann die Plattform laut UiPath auch vollständig auf eigener Infrastruktur betreiben.

Dann, wenn der Basic-Tarif nicht reicht, aber ein Vertriebsgespräch für Standard oder Enterprise vor einem belastbaren Preis nicht gewünscht ist, oder wenn Modellwahl und Datenstandort vertraglich präzise festgelegt werden müssen. Auch bei geringerem Volumen, für das eine Enterprise-RPA-Plattform überdimensioniert ist, ist eine eigene Lösung oft die passendere Wahl.

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